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Das geplante Ackerbauverbot in Überschwemmungsgebieten sei schädlich für den Hochwasserschutz, da auf Ackerflächen mehr Niederschlag versickern könne als auf Grünland. Der kürzlich verabschiedete Gesetzentwurf der Bundesregierung stelle eine verfehlte Hochwasserschutzpolitik dar, deren Folgen nicht auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden dürfen, bekräftigte der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts Verbandes e.V. (RLV), Friedhelm Decker. Wie der RLV mitteilt, habe es den Anschein, dass es eher um die "Wunschvorstellungen des Naturschutzes zur Reglementierung der Flächennutzung als um wirkliche Hochwasserschutzpolitik" gehe. Deshalb müsse der Entwurf des Gesetzes im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens in Bundestag und Bundesrat korrigiert werden. Kritik übte Decker auch an der vorgeschlagenen Rückverlegung von bestehenden Deichen. Dadurch würden enorme Kosten entstehen. Die Wiederherstellung von Hochwasserschutzanlagen und die Behebung von Deichschäden zum Schutz von Bevölkerung und Eigentum sei wichtiger und effektiver. (ED)
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