Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fordert als Konsequenz aus den Überflutungen ein Umdenken beim Hochwasserschutz. Es soll mehr Überflutungsflächen geben. „Nur ausgedehnte Flussauen können als natürliche Rückhaltebecken den Abfluss großer Wassermassen stetig verlangsamen und damit das Hochwasserrisiko im gesamten Flusslauf verringern", sagte die Präsidentin des BfN Beate Jessel. Deichsanierungen auf bestehenden Trassen reichten nicht aus. An der Oder und Neisse wären durch Deichbau abschnittsweise mehr als 90 Prozent der ehemaligen Überflutungsflächen verloren gegangen, kritisierte Jessel. Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer kündigte an, in den kommenden Jahren weiter in den Hochwasserschutz zu investieren. Bis 2015 sollen die Gesamtinvestitionen im Hochwasserschutz rund 1 Mrd. € betragen. (sta)
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