Das Konzept für die Kennzeichnung von regionalen Lebensmitteln von Bundesagrarministerin Ilse Aigner stößt auf Vorbehalte. Anbieter von Regionalmarken fordern höhere Standards. Der Bundesverband der Regionalbewegung begrüßt zwar den Ansatz, die Kennzeichnung regionaler Produkte zu verbessern, fordert aber striktere Regeln ein. „Die Regionalbewegung sieht erheblichen Klärungsbedarf für eine glaubwürdige Definition von Regionalität“, so der Verband in dieser Woche. Statt einer freiwilligen Kennzeichnung des Anteils der Zutaten aus einer Region, wie sie Aigner verfolgt, fordert der Verband ein festes Regionalsiegel, welches Vermarktungsinitiativen in Form eines privatwirtschaftlichen Zertifizierungssystems erwerben können. Der Verband, dem vor allem regionale Vermarktungsinitiativen, Direktvermarkter und Betriebe aus dem Lebensmittelhandwerk angehören, fordert Aigner dazu auf, ihr Konzept zu überdenken.

Aigner hatte in der vergangenen Woche eine freiwillige Kennzeichnungsmöglichkeit für regionale Produkte mit dem Namen Regionalfenster vorgestellt. Wenn die Bundesländer mitspielen, sollen sie bereits 2013 im Handel zu finden sein. (sta)
stats