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Deutliche Kritik an den von der EU beschlossenen Exporterstattungen für Milchprodukte äußert die Hilfsorganisation Welthungerhilfe, Bonn. In einer Pressemitteilung bezeichnet sie die Aktion als "Instrument aus der agrarpolitischen Mottenkiste". Auf Grund seiner schädlichen Wirkungen sei dieses im Jahre 2007 erst abgeschafft worden. Mit der Exportsubvention würden in den kommenden Monaten etwa 30.000 t Butter sowie 109.000 t Magermilchpulver auf den Weltmarkt gebracht werden, welche die einheimische Erzeugung in Entwicklungsländern zerstören würde, wird kritisiert. Die Glaubwürdigkeit der EU müsse massiv angezweifelt werden.

Nach der Abschaffung der Exportunterstützung für Milchprodukte im Jahr 2007 sollten nach Ankündigung der EU bis zum Jahr 2013 alle Agrarsubventionen beseitigt werden. Daher stelle sich jetzt die Frage, ob die EU sich überhaupt an diese Vereinbarungen halten werde. Das diesjährige Motto der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin "Sicherung der Welternährung" werde durch die Einführung von Exportsubventionen konterkariert, heißt es abschließend. (jst)

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