Verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGO) fordern die Abkehr von der Exportorientierung der EU-Agrarpolitik. Anläßlich des Außenwirtschaftstages der Agrar- und Ernährungswirtschaft in dieser Woche in Berlin hat eine Bündnis von 19 Entwicklungs-, Umwelt- und Bauernorganisationen ein Positionspapier zur intensiven Tierhaltung vorgelegt. Zu den Unterzeichnern zählen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Brot für die Welt, Greenpeace, Oxfam, der WWF und andere. 

Durch Agrar- und Ernährungs-Exporte der EU gerate die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Entwicklungsländern unter Druck. Die Kleinbauern laufen Gefahr, so die Verbände, ihrer Existenzgrundlage beraubt zu werden. Der monokulturelle Anbau von Futtermitteln, vor allem von Soja, wirke sich negativ auf die biologische Vielfalt und das Klima in den Entwicklungsländern aus. Zudem reduziere dies die Flächen für die direkte Nahrungsmittelerzeugung.

Aus diesen Gründen fordert das Bündnis sich bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU für eine Abkehr von der Exportpolitik im Fleischsektor und eine umwelt- und entwicklungsgerechte Tierhaltung einzusetzen. (az)
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