Kritik an US-Subventionen im Sojabohnenanbau

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Die European Oilseed Alliance (EOA) forderte am Donnerstag in Brüssel die EU-Kommission auf, sofort vor der WTO gegen die US-amerikanischen Hilfen für ihre Sojaerzeuger vorzugehen. EOA-Vertreter wiesen darauf hin, dass staatliche Zahlungen in den USA inzwischen 67 Prozent der Erträge im Sojananbau ausmachten. Dort sei allein die Agrarpolitik dafür verantwortlich, dass der Sojaanbau zunehmend den Maisanbau verdränge.
Die EOA regte an, in der EU wieder einen Mindestpreis für Ölsaaten einzuführen. Klaus Kliem von der Union zur Förderung von Oel- und Eiweißpflanzen (Ufop), Bonn, berichtete, der Ölsaatenanbau sei durch die Prämienkürzung in der EU von 1999 bis 2000 um 12 Prozent zurück gegangen. Um Chancen auf dem weltweit wachsenden Speiseölmarkt und beim Einsatz von technischen Pflanzenölen wahren zu können, müsse auch in der EU wieder ein Mindestmaß an Stützung für den Ölsaatenanbau eingeführt werden. (Mö)
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