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Die Einführung einer Frühvermarktungsprämie für Rinder wird im Bundeslandwirtschaftsministerium diskutiert. Die Tierhaltung solle wieder stärker an den Boden gekoppelt werden. Ziel sei es, geringere Mengen bei höherer Qualität zu produzieren. Dies teilte Dr. Gerhard Thalheim heute anlässlich einer agrarpolitischen Veranstaltung im niedersächsischen Amelinghausen mit. Einer Fortsetzung der Herauskaufaktion in der jetzigen Form steht die Bundesregierung laut Thalheim sehr kritisch gegenüber. Bundesministerin Renate Künast habe für den Agrarrat am 26. Februar bereits Vorschläge angekündigt, die gemeinsam mit dem Sieben-Punkte-Programm der EU-Kommission diskutiert werden sollen. Die Prämienzahlungen müssten von der Produktion abgekoppelt werden. Auch der Vorschlag einer 90-Tiere-Grenze komme für die Bundesregierung nicht in Frage, da sie große Betriebe einseitig belasten würde. (GH)
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