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Agrar- und Verbraucherpolitik muss frei von Ideologien gestaltet werden und auf die Produktion von "Klasse in der Masse" zielen. Dieses umgewandelte Motto der Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast stellte den Leitspruch des agrarpolitischen Forums des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt (LBV) Mitte dieser Woche in Gardelegen dar, in dem Künast erstmals auf einer landwirtschaftlichen Großveranstaltung ihr Konzept der Agrarwende verteidigte. Werner Gutzmer, Präsident des LBV, forderte die Politikerin in einigen Punkten zur Beseitigung der vorhandenen Verunsicherung und zu veränderten Schwerpunkten auf. Um eine Einheit von Ökonomie und Ökologie herzustellen, sollten beispielsweise von jedem Pflanzenbauer und Tierhalter ein Sachkundenachweis gefordert und die Führung von Schlagkarteien flächendeckend gesichert werden. Im Rahmen der agrarpolitischen Ausrichtung und Förderung sollten alle Unternehmensformen gleich behandelt werden.
Künast betonte in Gardelegen, dass das "Prinzip des verbeugenden Verbraucherschutzes" im Mittelpunkt ihres BSE-Krisenmanagements bleibe, solange man über Ursachen und die Weiterverbreitung so wenig wisse, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. (ED)
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