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Viele Verbraucher seien zwar theoretisch bereit, Ökoprodukte zu kaufen, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast gestern zur Eröffnung der Messe Bio Fach 2001 in Nürnberg. Es sei jedoch sehr viel mehr an Information und Aufklärung über richtige und gesunde Ernährung notwendig, damit auch entsprechende Kaufentscheidungen getroffen würden. Hier müsse insbesondere in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen noch viel getan werden, so die Ministerin. Nur wenn breite Verbraucherschichten angesprochen werden, könne der Ökolandbau auf 20 Prozent der bewirtschafteten Fläche ausgedehnt werden.

Dringend notwendig seien darüber hinaus Verbesserungen bei der Vermarktung der Öko-Produkte. Sie werde deshalb mit dem Lebensmitteleinzelhandel und den Ökoverbänden ein Konzept zur Verbesserung des Absatzes erarbeiten. Wie die Erfahrungen in einigen Nachbarländern, wie zum Beispiel Dänemark gezeigt hätten, sei eine einheitliche und unverwechselbare Kennzeichnug der Öko-Produkte entscheidend für die Akzeptanz beiden Verbraucherinnen und Verbrauchern. Deshalb werde sie nach intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten ein staatliches Ökozeichen einführen, sagte Künast. "Öko tut den Menschen, den Tieren und der Umwelt gut, damit muss geworben werden", so Künast weiter. (ED)
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