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Den französischen Forderungen nach einer Kürzung der Milchquote in der EU schließt sich der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen an. Dies sei notwendig, um die Milchpreise zu stabilisieren, betonte der Minister auf einer Veranstaltung zum Thema in der niedersächsischen Vertretung in dieser Woche in Brüssel. Falls auf EU-Ebene keine Mehrheit für eine Quotenkürzung zusammenkomme, bliebe noch die Möglichkeit, auf die Saldierung von überschrittenen Quoten mit nicht ausgeschöpften Quoten zu verzichten. Auch dies wirke sich schon stabilisierend auf den Milchmarkt aus, betonte Ehlen. Till Backhaus, der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, hält eine EU-weite Quotenkürzung ebenfalls für notwendig. Backhaus kündigte in Brüssel an, das Anliegen auf der deutschen Bund/Länder-Agrarministerkonferenz voranbringen zu wollen. Lars Hoelgard von der EU-Kommission wollte auf dem niedersächsischen Milchabend keine Illusionen aufkommen lassen. Er stellte klar, dass eine Quotenkürzung niemals die notwendige Mehrheit im Agrarministerrat finde. Dazu werde sie auch politisch von der Kommission nicht gewünscht. Beschlüsse wie die Agenda 2000 und die Luxemburger Reform von 2003 seien gemacht worden, um den Landwirten klare Rahmenbedingungen zu geben. (Mö)
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