Kürzung von EU-Prämien bei WTO-Verhandlungen möglich

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Eine etwas größere Offenheit bei der Frage der produktionsabhängigen Direktzahlungen lege die EU bei den WTO-Agrarverhandlungen in Genf an den Tag. Beobachter der am heutigen Mittwoch endenden Sitzung des Agrarausschusses der WTO meinen, der Vertreter der EU habe eine Kürzung oder zeitliche Begrenzung der heutigen Flächen- und Tierprämien an Landwirte nicht mehr von vorne herein ausgeschlossen. Der EU komme es lediglich darauf an, dass es im Prinzip weiterhin möglich sein soll, Anbauflächen und Tiere mit Prämien zu begünstigen.

Die Cairns-Gruppe, Indien und Pakistan meinten in Genf, dies verzerre den Handel, weil dadurch mehr produziert werde als ohne die Unterstützung. Bei der Diskussion zu Wochenbeginn handelte es sich aber noch nicht um eigentliche Verhandlungen. Diese sollen im Juli 2001 beginnen, nachdem am 28. und 29. März in Genf ein Fahrplan für die Verhandlungen von den WTO Mitgliedstaaten aufgestellt wurde. (Mö)
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