Der Druck auf den EU-Markt für Schlachtschweine ist enorm. Die Kurse in Deutschland und Österreich fallen.

Ursache dafür seien vermutlich schleppend verlaufenden Exporte in die Drittlandsmärkte, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme.
In Richtung Russland habe sich der Boom nach dem WTO-Beitritt zuletzt merklich abgekühlt.

Brasilianische, US-amerikanische und kanadische Importeure könnten derzeit ein günstigeres Preisniveau anbieten und sind daher gefragter. Außerdem steige das europaweite Angebot von Schweinen mit deutlich gestiegenem Schlachtgewicht.

Die Schweinehalter in Deutschland konnten daher in dieser Woche dem Druck der Schlachtunternehmen nicht standhalten und die Preise wurden auf 1,67 €/kg Schlachtgewicht (SG) um 5 Cent herabgesetzt. Auch in Österreich mussten die Preise um 5 Cent nach unten korrigiert werden.

In den südeuropäischen Mitgliedsstaaten sind die Preisrückgänge in den vergangenen Wochen etwas moderater ausgefallen, jedoch stehen auch hier die Notierungen weiter unter Druck. In Frankreich gaben bereits am vergangenen Donnerstag die Kurse um umgerechnet 4 Cent nach, in Spanien wurden die Preise um 2 Cent gesenkt.

Nicht betroffen von den Preissenkungen sind die dänischen Schweinehalter. Hier fällt weiterhin das Angebot relativ knapp aus, sodass sich die Notierung unverändert präsentierte.
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