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Die seit 1. April 2000 geltende Neuordnung der Milchquotenregelung wird zunächst nicht zu einer wesentlich Senkung der Quotenkosten führen. Dies sei durch die im Vorfeld der neuen Regelung umfangreichen Quotenwechsel untergraben worden, teilte Manfred Schlüter, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes Berlin-Hannover e.V., Hannover, auf der heutigen Frühjahrspressekonferenz in Hannover mit. Immerhin sei im Jahresdurchschnitt 2000 ein leicht befestigter Milcherzeugerpreis zu erwarten, nachdem dieser im Wirtschaftsjahr 1999/2000 um knapp 6 Prozent auf 57 Pf/kg gesunken sei. Notwendig seien nun längerfristig und flächendeckend durchgesetzte Preiserhöhungen für Trinkmilch beim Lebensmitteleinzelhandel. Erste Verhandlungsergebnisse zu einer nachhaltig positiven Preisentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel schienen sich abzuzeichnen, die durch die jüngsten Pressemitteilungen hinsichtlich Verbraucherpreisen von 78 Pf/kg als Folge der neuen Wettbewerbsrunde im Lebensmitteleinzelhandel wieder in Frage gestellt worden seien. (GH)
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