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Das hohe Niveau des Sojapreises wird wesentlich durch das kurzfristige Einkaufsverhalten der Kunden geprägt. Andere Faktoren wie eine geringer geschätzte Ernte in Argentinien würden die Entwicklung stützen, erläuterte Per Madsen, Sojaberater aus Dänemark, am Dienstag anlässlich des 8. Futtermittelhandelstages auf der Burg Warberg. Das Wissen über den dringenden Bedarf der Kunden werde von den Lieferanten genutzt. Der Sojamarkt habe den Charakter eines von der "Hand-in den Mund"-Geschäfts entwickelt. Niemand wolle Engagements über einen Zeitraum von sechs Wochen hinaus eingehen. Der Sojapreis werde fallen, zeigte sich Madsen überzeugt. Nur wisse niemand den Zeitpunkt. Eine ähnliche Situation habe es im Jahr 1973 gegeben. Auch weiterhin bleibe Europa der bedeutendste Abnehmer für Sojaschrot aus der Ölmühlenverarbeitung in Brasilien und Argentinien, betonte Madsen. (jst)
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