Kverneland wird japanisch


Der japanische Hersteller Kubota besitzt einen Großteil der Aktien des Agrartechnikspezialisten Kverneland. Die vollständige Übernahme kann abgeschlossen werden. Nach vorläufigen Angaben der Börse in Oslo hat die Kubota Norway Holdings AS bislang fast 79 Prozent der Anteile an der norwegischen Kverneland ASA erworben. Der Gebotszeitraum, in dem Aktionäre freiwillig Anteile an die Japaner verkaufen konnten, endete am vorigen Freitag. Jetzt wird Kubota für die restlichen Anteile nach norwegischem Aktienrecht ein verpflichtendes Angebot abgeben. Die 79 Prozent der Anteile hat Kubota für umgerechnet rund 167 Mio. € erworben. Hochgerechnet auf 100 Prozent Anteile ergibt sich ein Kaufpreis von etwa 210 Mio. €. Die vollständige Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.

Kverneland ist ein Anbieter von Bodenbearbeitungsgeräten, Sämaschinen, Pflanzenschutztechnik, Düngerstreuern, Ballenpressen und Wicklern. Im Geschäftsjahr 2010 hat Kverneland ASA einen Umsatz von 380 Mio. € erzielt. Kubota ist ein Maschinenbaukonzern, der unter anderem Traktoren und Baumaschinen fertigt. In Deutschland bietet der Hersteller Kommunaltraktoren und Maschinen für den Winterdienst. Die Kubota Corporation in Osaka meldet für das Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von 934 Mrd. Yen (umgerechnet etwa 8,5 Mrd. €). (db)
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