LLI-Konzern mit Gewinneinbruch


Die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs (LLI) AG, Wien, blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2010/11 zurück. Hohe Rohstoffkosten belasten das Unternehmen. Der internationale Mühlenkonzern LLI erwirtschaftet in der abgelaufenen Saison 2010/11 einen Umsatz von 1,15 Mrd. €. Ein Jahr zuvor waren es 882 Mio. €. Erstmals nach drei Jahren konnte damit die Milliarden-Umsatz-Marke wieder überschritten werden, wird in Wien betont. Deutlich unter den Vorjahreszahlen lag laut LLI hingegen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit 16,3 (Vorjahr: 26,8) Mio. €. Die Gründe dafür sieht das Unternehmen einerseits in hohen und volatilen Rohstoffpreisen, vor allem im Segment Mehl & Mühle. Zum anderen nennt LLI das Kartellverfahren gegen die Hamburger VK Mühlen AG, an der LLI Euromills die Mehrheit hält. „Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns. Das nächste soll und wird wieder besser werden", so Josef Pröll, LLI-Vorstandssprecher.

Für das Segment Mehl & Mühle, eines der drei Hauptgeschäftsfelder, wird im aktuellen Berichtszeitraum ein Umsatz von 1,0 Mrd. € genannt, nach 756 Mio. € im Vorjahr. Vermahlen wurden von den 31 Mühlen in der LLI-Euromills-Gruppe 2010/11 rund 3,1 (3,2) Mio. t Getreide. Die abgesetzte Mehlmenge beläuft sich im aktuellen Berichtszeitraum auf 2,3 (2,4) Mio. t. Nach dem 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres habe sich die Lage im Segment Mehl & Mühle „leicht verbessert". Für genauere Prognosen sei es auf Grund der der nach wie vor volatilen Rohstoffmärkte jedoch zu früh, betont Pröll. (Sz)
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