LLI-Konzern steigert Gewinn


Die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI), Wien, schließt die Geschäftssaison 2011/12 erfolgreich ab. Der Mehlmarkt bleibt schwierig.

Der österreichische LLI-Konzern kann im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 einen Gesamtumsatz von 1,1 Mrd. € vorweisen. Nach Angaben des Unternehmens waren das rund 7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Allerdings habe der Gewinn vor Ertragssteuern von 16 auf 41 Mio. € gesteigert werden können.

Der Umsatz im Mehlgeschäft sei im Jahresvergleich von 1,0 Mrd. € auf zuletzt 920 Mio. € zurückgegangen. LLI-Vorstandschef Josef Pröll hob hervor, dass das operative Ergebnis in dem Geschäftssegment jedoch „deutlich" gesteigert werden konnte - trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation sowie stark gestiegener Getreidepreise.

Gegengesteuert wurde laut LLI unter anderem mit der Stilllegung von zwei Mühlen im Arbeitsgebiet, darunter ein Werk in Tschechien sowie die Wesermühlen in Hameln. Das Hameler Werk gehört zur Hamburger VK Mühlen AG, an der LLI die Aktienmehrheit besitzt. Hinsichtlich der Schließung des deutschen Standorts würden gegenwärtig noch Details geklärt, so ein VK-Mühlen-Sprecher gegenüber agrarzeitung.de.

Mit Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr wird in Wien „mit keiner deutlichen Veränderung der allgemeinen Wirtschaftslage" gerechnet. Insbesondere im Mühlensegment solle die konsequente Umsetzung des Risikomanagements angesichts volatiler Rohstoffmärkte Verbesserungen im Einkauf bringen.

LLI ist die größte Mühlengruppe in Europa. Die Vermahlungsmenge addiert sich auf jährlich etwa 3 Mio. t Getreide. Ein weiteres wichtiges Standbein ist im Unternehmen das Segment Vending (Heißgetränke und Verpflegung aus Automaten). (Sz)
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