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Zu verschiedenen Themen der deutschen Agrarpolitik äußerten sich der mecklenburg-vorpommersche Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und dessen niedersächsischer Kollege, Hans-Heinrich Ehlen, auf einem gemeinsamen Treffen in Dannenberg am vergangenen Montag. Beide Minister bekräftigten, man werde Bundesministerin Künast weiterhin dazu drängen, einen Tierschutz-TÜV einzurichten. Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz in Osnabrück, forderten sie den Bund auf, sämtliche Gutachten zum Thema Legehennenhaltung vorzulegen und nicht aus ideologischen Gründen auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu verschiedenen Tierhaltungsformen zu verzichten. Auch beim Thema Gentechnik sehen beide Minister weiteren Handlungsbedarf. Zusammen mit anderen Bundesländern wollen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Lösungen zu den umstrittenen Themen der Haftungungsrisiken und möglicher Entschädigungen bei unerwünschten Einstäubungen durch gentechnisch veränderte Organismen vorlegen. Ehlen führte an, dass alle europäischen Landwirte die gleichen Chancen haben müßten und es "nicht wieder einen kosten- und arbeitsintensiven deutschen Sonderweg " geben dürfe. Beide Ländern werden den Angaben zufolge demnächst versuchen, mit der EU-Kommission ein Gespräch über die Zukunft der Milchwirtschaft zu führen. Im Bereich der Wissenschaft und der Forschung in der Landwirtschaft wollen die Minister Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkte im norddeutschen Raum gemeinschaftlich weiterentwickeln. (ED)
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