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Hohe Erwartungen äußert die französische Agrarlobby an die neue Landwirtschaftsministerin in Paris. Zur Ernennnung am Freitag forderte der nationale Bauernverband FNSEA Christine Lagarde auf, Frankreichs "Willen und Geschlossenheit" in den anstehenden europäischen und internationalen Verhandlungen zu zeigen. Als "starkes Signal" bezeichnet die Orama, Dachorganisation der nationalen Verbände für Mais, Getreide, Ölsaaten und Eiweißpflanzen, die Ernennung von Lagarde. Ihre bisherige Tätigkeit als Interessenvertreterin des französischen Außenhandels sei ein "strategischer Trumpf" für den französischen Pflanzenbau zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Verhandlungen der Welthandelsrunde einer Entscheidung näherten.

Lagarde hatte in Mainz auf dem informellen Agrarrat bereits Gelegenheit, sich ihren europäischen Kollegen vorzustellen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Bereits am Wochenende kündigte sie in ersten Interviews in den französischen Medien an, in der Frage der EU-Subventionen hart bleiben zu wollen. Den geplanten Veränderungen der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) im Health-Check 2008 steht sie nach eigener Aussage skeptisch gegenüber. Statt Beschlossenes nachträglich zu ändern, müsse die zukünftige GAP nach 2013 gestaltet werden, so Lagarde. (sta)

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