Die Zeit der höchsten Preise für Eier in Deutschland scheint überwunden. In europäischen Nachbarländern steigen die Preise dagegen weiter. Während die Nachfrage der Verbraucher kontinuierlich verläuft, nimmt die Eier verarbeitende Industrie weniger Ware auf, berichtet die Europäische Marketing Agentur (EMA), Bonn. Aufgrund des extrem hohen Preisniveaus in den vergangenen Wochen würden sich die Unternehmen aus eventuell noch vorhandenen Lagerbeständen versorgen, heißt es in der Mitteilung. Auch werde das Angebot am Markt als nicht mehr so knapp empfunden. Daher zeige die Preistendenz für nicht kontraktgebundene Eier nach unten.

EU-weit herrsche jedoch weiterhin ein knappes Angebot. Bedingt durch die laufenden Umrüstungsmaßnahmen auf zugelassene Verfahren stehen in den Ländern der EU rund 10 Prozent weniger Hennen als im Vorjahr in den Beständen. Hinzu komme, dass das vorhandene Angebot aus noch vorhandenen Käfigbeständen innerhalb der EU nicht mehr vermarktet werden dürfe. Dies führe auch dazu, dass in Ländern wie Polen oder Ungarn die Preise für Eier weiterhin steigen würden, so die EMA. (az)

 
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