Lamy lobt Reformabsichten

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Die EU müsse sich beim Marktzugang noch bewegen, forderte Pascal Lamy heute in Straßburg. Der Zollabbau sei das letzte der Agrarthemen, bei dem noch kein Durchbruch abzusehen sei, so der WTO-Generaldirektor vor Bauernvertretern auf dem Kongress der europäischen Landwirte. In die WTO-Verhandlungen in Genf sei vergangene Woche vor allem durch das Reformangebot der USA Bewegung gekommen, lobte Lamy. Es handele sich nicht um ein taktisches Scheinangebot, hielt der WTO-Generaldirektor den misstrauischen europäischen Landwirtschaftsfunktionären entgegen. Die USA müssten ihre Zahlungen an die Farmer deutlich reduzieren und zum Teil weniger handelsverzerrend gestalten. Beim Kapitel Marktzugang hätten die USA und die EU vergangene Woche dagegen noch extreme Positionen formuliert. Es ginge darum, sich in der Mitte zu treffen. Es sollte die europäischen Landwirte nicht erstaunen, dass bei der WTO so viel über den Zollabbau von Agrarerzeugnissen in Industrieländern gesprochen werde. Schließlich ginge es in der Doha-Entwicklungsrunde um die Armutsbekämpfung im Süden. (Mö)
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