Lamy schürt Hoffnung für Doha-Runde


Neue Themen und Diskussionen in ständig wechselnden Kleingruppen sollen wieder Schwung in die Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO bringen. Es sei an der Zeit, aus der Sackgasse herauszukommen, betonte WTO-Generalsekretär Pascal Lamy am Dienstag in Genf vor dem Handelsausschuss seiner Organisation. Die USA hatten zuvor einzeln mit China und Indien über einen besseren Marktzugang für Industrieprodukte verhandelt. Der Versuch blieb allerdings ohne Ergebnis. Jetzt soll das Geschehen wieder in die WTO-Gremien nach Genf verlagert werden. Die Fischerei und Antidumpingmaßnahmen gehören zu den neuen Themen, die bisher in der Doha-Runde außen vor geblieben sind. Von einer breiteren Verhandlungsmasse verspricht sich Lamy neue Impulse. Verschiedene Fragestellungen sollen parallel zur üblichen Einteilung in Landwirtschaft, Industrieprodukte und Dienstleistungen zwischen den Vertretern von 12 WTO-Mitgliedstaaten nach der Sommerpause besprochen werden. Mitte Oktober will Lamy prüfen, ob die Kleingruppenformate weitergeholfen haben. (Mö)
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