Lamy verschiebt WTO-Ministertreffen


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Das am kommenden Wochenende in Genf geplante WTO-Ministertreffen wird nicht stattfinden. Am späten Montagabend erklärte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy, das Risiko des Scheiterns sei zu groß. Vor allem die Baumwolle und der Außenschutz der Entwicklungs- und Schwellenländer im Agrarsektor blieben zwischen den WTO-Mitgliedstaaten umstritten. US-Landwirtschaftsvertreter und Senatoren aus agrarisch geprägten Bundesstaaten kritisierten die jüngsten Papiere der WTO, die den USA zu wenig Marktzugang verschafften. Lamy möchte es nicht darauf anlegen, dass die Verhandlungen der Doha-Runde zum zweiten Mal in diesem Halbjahr abgebrochen werden müssen. Er schließt dennoch nicht aus, zwischen dem 17. und dem 19. Dezember doch noch eine Ministerkonferenz abzuhalten. Voraussetzung ist dafür ein deutlich verbesserter Einigungswille in den in dieser Woche angesetzten Gesprächen. (Mö)
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