Landesbank Oberösterreich an Biodiesel Enns interessiert


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Die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich (RLB OÖ) will rund 28 Mio. € für die Übernahme der seit Mitte April in Konkurs befindlichen Biodiesel Enns GmbH & Co. KG bezahlen. "Die RLB OÖ als Minderheitseigentümerin werde ihr Grundpfandrecht retten und die Biodieselanlage übernehmen", sagte Generaldirektor Ludwig Scharinger in dieser Woche in Wien. Die Invest Unternehmensbeteiligungs AG, eine Tochter der RLB OÖ, ist mit 49 Prozent an der Biodieselanlage beteiligt. 51 Prozent gehören der Neckermann Renewables GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Gate-Gruppe. Bereits vergangene Woche hatte die RLB angekündigt, im Fall einer Insolvenz die Anlage übernehmen zu wollen. Dagegen will sich Gate "mit allen Mitteln zur Wehr setzen".

Die Anlage, die im Januar 2007 den Probebetrieb aufgenommen hatte, steht derzeit still: Grund ist Rohstoffmangel. Scharinger will nun Rohstoffe aus Österreich und Osteuropa auftreiben und 2009 den Vollbetrieb wieder aufnehmen. Ziel sei es, 40 bis 50 Prozent der Rohstoffe selbst zu organisieren und den Rest zuzukaufen, erläuterte Scharinger. (da)

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