Aufräumen und Schadensbilanz stehen heute in den Hochwassergebieten auf der Tagesordnung. Der sächsische Landesbauernverband will Entschädigungshilfen einfordern. Die Pegel an Neiße, Spree, Elbe und Mulde sinken weiter in Richtung Normalwert. Entwarnung erteilt das Landeshochwasserzentrum allerdings noch nicht, da neue Regenfälle erwartet werden. Der Sächsische Landesbauernverband (SLB) ruft alle vom Hochwasser betroffenen Landwirte auf, sich umgehend bei ihren Regional- und Kreisbauernverbänden zu melden. Diese erfassen zurzeit alle Schäden, um ein aussagekräftiges Gesamtschadensbild zu erhalten. Damit will der SLB gegenüber der Landesregierung Hilfen einfordern. Gespräche mit dem Sächsischen Landwirtschaftsministerium und der Sächsischen Aufbaubank fänden bereits statt. Unterdessen schwelt die Kritik an dem gestern von der Landesregierung zugesagten 100 Mio. € schweren Hilfsprogramm. Es handle sich nur um zinsverbilligte Darlehen mit einer zu kurzen Laufzeit von 18 Monaten. Sachsens Umwelt- und Agrarminister Frank Kupfer hat heute die Kritik zurückgewiesen. Der CDU-Politiker sagte, die Kredite seien eine Soforthilfe, damit die Geschädigten zahlungsfähig seien.

In Brandenburg entspannt sich die Hochwasserlage an Neiße und Spree ebenfalls. In der Nacht gingen fast alle Pegel zurück. Nur in Cottbus stieg die Spree noch leicht. Mit Blick auf zu erwartende Regenfälle am Freitag wurde aber auch hier noch keine Entwarnung geben. (sta)
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