Landhandel im Südwesten macht weniger Umsatz


Der Gesamtumsatz der Mitglieder im Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) e.V., Stuttgart, ging 2009 auf rund 3 Mrd. € und damit um etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Darauf wies VdAW-Präsident Erich Pappelau auf dem 40. Verbandstag in Stuttgart hin. Während der Absatz von Mineralölen und Brennstoffen im Südwesten der Bundesrepublik weitgehend erfreulich sei, sorgte die geringe Liquidität in der Landwirtschaft für rückläufigen Absatz bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, insbesondere in der Agrartechnik. Landwirtschaftliche Lohnunternehmen dagegen verezichneten einen stetig wachsenden Umsatz. Neue Geschäftsbereiche durch die Bioenergieerzeugung, insbesondere im Bereich der Substratbeschaffung für Biogasanlagen, würden zum Wachstum der Branche beitragen. Die Landhandels- und Mühlenbetriebe mussten Getreide und/oder Düngemittel mit Abschlägen verkaufen und Wertberichtigungen durchführen.

Die Vieh- und Fleischbranche sei von einem starken Strukturwandel gekennzeichnet. Die Rinderbestände im Land gingen weiter zurück, die Schlachtschweinebestände expandierten. Die Schlachtzahlen und Umsätze der verbliebenen Schlachtbetriebe stiegen deutlich an. Erich Reich, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, erklärte den kleineren Umsatz mit den stark gefallenen Getreide, Dünge- und Futtermittelpreisen. Die Mengenumsätze seien leicht gestiegen. Die Marktanteile an den Verkäufen der Landwirtschaft im Südwesten liegen im Segment pflanzliche Erzeugung bei 55 Prozent oder 889 Mio. €, im tierischen Bereich bei rund 1.350 Mio. € und damit bei 75 Prozent. (dg)
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