Landjugend fürchtet Schwächung des Milchstandortes

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Die Arbeitsgemeinschaft der Landjugend im Bayerischen Bauernverband (BBV) wendet sich in einer Stellungnahme entschieden dagegen, die jüngste Milchquoten-Erhöhung auszusetzen, die Saldierungsmöglichkeiten abzuschaffen sowie den Umrechnungsfaktor anzupassen. Dadurch würde der Milchstandort Bayern geschwächt, erklärt die Arbeitsgemeinschaft. Dies hätte zudem für Deutschland den Verlust von Marktanteilen an EU-Mitbewerber und Drittstaaten zur Folge. Aus Sicht der Landjugendverbände müsse jetzt die Chance des Marktes genutzt werden. Es könne nicht sein, dass in Deutschland ein Schritt zurück gemacht werde, während ganz Europa vorwärts marschiert. Die AG Landjugend fordert die bayerischen Milchbauern auf, ihr Angebot stärker zu bündeln und zusammen mit den Molkereien durch erstklassige Qualitätsprodukte Märkte systematisch zu besetzen. "Auch der kollegiale, partnerschaftliche Umgang miteinander gehört zu unserem Unternehmerauftrag. Hören wir also auf mit Unterstellungen, Neid und Zwietracht in den Betrieben, Dörfern und Regionen." Bayern sei unverändert Milchregion Nummer 1 in Europa mit den besten Voraussetzungen auch für die Zukunft, so die Landjugend im BBV. (HH)
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