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Frankreich möchte mit den mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten noch nicht über die Möglichkeit des Kaufs von Agrarland verhandeln. Die EU-Kommission wollte diese Frage dagegen noch in den kommenden Wochen lösen. Das dazugehörige Verhandlungskapitel "freier Kapitalverkehr" sollte noch unter schwedischer Ratspräsidentschaft abgeschlossen werden. Dieser Wunsch der Kommission ist nun in Frage gestellt. Frankreich argumentiert, man könne nicht über Preisunterschiede von Agrarland in Ost und West diskutieren, ohne dass zuvor geklärt sei, welche Agrarsubventionen überhaupt den Landwirten in Osteuropa nach einem Beitritt zustehen. Frankreich möchte deshalb die Frage des Landkaufs aus dem Kapitel über den Kapitalverkehr ausklammern. Die Kommission hatte eine Übergangsfrist von sieben Jahren für die Möglichkeit des Erwerbs von Agrarland durch Bewohner in der alten EU-15 vorgeschlagen. (Mö)
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