Landmaschinenindustrie erwartet 2001 Vorjahresumsatz

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Die deutschen Hersteller von Landmaschinen und Traktoren hoffen, in diesem Jahr den Vorjahresumsatz halten zu können. Dabei wird der Auslandsumsatz vermutlich Zuwachsraten aufweisen, wogegen der Inlandsumsatz deutlich rückläufig sein wird. Diese Erwartung äußerte heute Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des Fachverbandes Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bei einer Pressekonferenz in Kassel. Scherer berichtete, dass im ersten Halbjahr 2001 das Inlandsgeschäft mit Landmaschinen und Traktoren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent zurückgegangen ist. Dagegen ist in dieser Zeitperiode der Auslandsumsatz um 8 Prozent gewachsen. Wegen der hohen Exportquote der Branche von rund zwei Drittel des Umsatzes ist der Gesamtumsatz der Hersteller im ersten Halbjahr 2001 insgesamt nur um 2 Prozent gesunken.
Die Einbrüche im Inlandsgeschäft zu Beginn dieses Jahres führte Scherer auf Folgen der Tierseuchen BSE und MKS sowie die Verunsicherung wegen der neuen Agrarpolitik in Deutschland zurück. Dies habe zu einem regelrechten Investitionsstau geführt. Scherer äußerte die Hoffnung, dass sich die Inlandsumsätze im zweiten Halbjahr 2001 beleben werden. Damit könnte der Rückgang im Kalenderjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr auf 10 Prozent begrenzt bleiben. Wenn zudem auch im gesamten Jahr 2001 das Auslandsgeschäft um 8 Prozent zulegt, dann könnte insgesamt der Vorjahresumsatz der deutschen Industrie von 6,86 Mrd. DM gehalten werden. (db)
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