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Die deutschen Landwirte bewerten ihre wirtschaftliche Situation mittlerweile deutlich pessimistischer als noch vor drei Monaten. Dies ist das Ergebnis der Frühjahrsumfrage im Rahmen des Investitionsbarometers Agrar. Der Stimmungsindex fiel um acht Punkte auf ein zu Jahresbeginn 2006 vergleichbares Niveau. 45 Prozent der Befragten sind mit ihrer derzeitigen Lage unzufrieden. Nur 14 Prozent gaben an, sie hätten eine gute Geschäftsgrundlage. Allerdings blicken die Landwirte nicht ganz skeptisch in die Zukunft, sondern erwarten zumindest keine weitere Verschlechterung. Die gegenwärtige Unzufriedenheit ist im Wesentlichen auf den niedrigen Milchpreis sowie den nach wie vor eher schwachen Getreidepreis zurückzuführen. Von den wesentlichen Einflussfaktoren haben sich lediglich Kreditzinsen und Energiekosten verbessert.

Angesichts dieser pessimistischeren Beurteilung geht der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) davon aus, dass sich die Landwirte in den kommenden Monaten mit Investitionen in neue Technik zurückhalten werden. Der Verband vermutet, dass davon vor allem Maschinen für die Milchviehhalter betroffen sein werden. Bei den Grünfutter-Maschinen gibt es bereits einen sehr deutlichen Marktrückgang in der Saison 2008/09. Auch die Lohnunternehmer scheinen weniger investieren zu wollen. Bisher ist deren Zurückhaltung jedoch nur bei einigen Maschinen zu erkennen, wie zum Beispiel bei Feldhäckslern, während der Mähdrescherabsatz noch gut läuft. (ED)

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