Der Landesbauernverband Sachsen-Anhalt fixiert in der Bernburger Erklärung seine künftige Position. Direktverkäufe an Landwirte sollen Vorrang haben. Zur Mitgliederversammlung in dieser Woche in Bernburg formulierten die Delegierten eine Positionsbestimmung der Landwirtschaft in Gesellschaft und Politik. Als zentrale Forderung wurde darin eine Verringerung des Flächenverbrauchs verabschiedet. Dabei solle es einen gesetzlichen Schutz vor Überbauung oder Umnutzung von Acker- und Grünland geben.
Die Privatisierung ehemals volkseigener Flächen durch die Bodenverwertungs- und Verwaltungs GmbH (BVVG) dürfe keine preistreibende Wirkung entfalten, heißt es in der Bernburger Erklärung. Direktverkäufe an die derzeitigen Bewirtschafter hätten Vorrang vor Investoren. Vor allem langfristige Pachtverträge könnten zur Entlastung des Bodenmarktes führen. 
Hauptkritikpunkt an den Vorschlägen zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 sind das Greening, welches nach Auffassung des Verbandes, die Produktionsmöglichkeiten einschränke. Degression und Kappung bei den Direktzahlungen würden abgelehnt. Abschließend verlangt der Landwirteverband mehr politische und gesellschaftliche Unterstützung, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. (az)
stats