Landwirte fürchten Ertragsschäden durch Mäuse


Feldmäuse befallen gebietsweise auch Sommerkulturen. Erzeuger und Bauernverbände bezeichnen die Situation als ernst. Feldmäuse lassen Landwirte in Thüringen und Teilen Sachsen-Anhalts Ernteausfälle befürchten.

In Thüringen sind besonders das Erfurter Becken und der Raum Weimar sind betroffen, erfuhr agrarzeitung.de übereinstimmend vom Landesbauernverband und von Erzeugern. Nach Angaben eines Verbandssprechers sind inzwischen nicht nur Wintergerste und Winterweizen betroffen. Auch auf Schlägen mit Sommerrungen wie Sommergerste, Zuckerrüben und Mais hätten Erzeuger mit dem Problem zu kämpfen.

Die Mäuseplage führe nach Frostschäden und Frühjahrstrockenheit zu weiteren Ertragssorgen, sagte ein Agrarunternehmer aus Thüringen zu agrarzeitung.de. Das mache auch so manch einen im Handel nervös.

Der Landesbauernverband beziffert die drohenden Ausfälle im Durchschnitt der Kulturen mit 10 bis 20 Prozent. In Einzelfällen könnten die Schäden mehr als 50 Prozent erreichen. Ein Erzeuger taxiert die Ausfälle auf betroffenen Flächen im Erfurter Becken dagegen auf eher moderate 5 Prozent. Agenturberichten zufolge ist auch der Saalekreis in Sachsen-Anhalt betroffen.

Der Mäusebefall lässt sich nach Einschätzung aus dem Thüringer Bauernverband im aktuellen Aufwuchsstadium der Pflanzen nur noch schwer mit den konventionellen Methoden und Mitteln in den Griff bekommen. (pio)
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