Landwirte geben zu viel Flächen und Tiere an

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Zu viele Fehler bei der Auszahlung von Agrarsubventionen aus dem EU-Budget beklagt der Europäische Rechnungshof in Luxemburg, der am Dienstag in Straßburg seinen Jahresbericht für 1998 vorstellte. Die Hälfte der Fehler ginge auf Landwirte zurück, die im Prämienantrag mehr Flächen und Tiere angeben, als sie haben. Aber auch die EU-Mitgliedstaaten würden durch die fehlerhafte Abwicklung der Subventionszahlen einen Schaden anrichten. Der Rechnungshof fordert vermehrte Kontrollen. Die EU-Kommission rechtfertigt sich mit der Aussage, im Agrarteil gebe es eine niedrigere Fehlerquote als in anderen Bereichen des Haushaltes. Außerdem würden die EU-Mitgliedstaaten für entdeckte Unregelmäßigkeiten bestraft, so dass für das gemeinsame Agrarbudget am Ende kein Schaden entstünde. Von verstärkten Kontrollen rät die Kommission ab, da diese teurer seien als ihr Nutzeffekt. (Mö)
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