Fachgespräch Legehennenhaltung

Landwirte gewappnet für spitze Schnäbel

Im Rahmen des Fachgesprächs zur Legehannenhaltung stellte Inga Garrelfs, Beraterin der Landwirtschaftskammer Niedersachen, heute in Cloppenburg die Projektergebnisse von 20 Betrieben vor, die Hennen mit spitzen Schnäbeln halten. Das Projekt ist Teil der Initiative Tierwohl, initiiert von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Bis 2017 sollen nur noch Hennen mit spitzen Schnäbeln in den Ställen leben, so die freiwillige Vereinbarung zwischen der Geflügelwirtschaft und dem Bundeslandwirtschaftsminister. 

Ihr Ziel sei eine Qualitätsjunghenne, die eine hohe Futteraufnahmekapazität habe, um den Nährstoffbedarf zu decken, so Garrelfs in ihrem Vortrag. Denn Junghennen, deren Aminosäurebedarf gedeckt ist, seien weniger stressanfällig und neigten daher weniger zu Kannibalismus.

Licht im Stall regulieren

Deswegen plädiert sie dafür, das Licht im Stall in den ersten 26 Lebenswochen künftig zu regulieren. Bis zur 10. Woche ist der Tag für die Junghennen länger, damit sie mehr Zeit zum Fressen haben. Bis zur 17. Lebenswoche sollen die Junghennen dadurch eine höhere Futteraufnahmekapazität haben. Die häufig erwähnte kurzzeitige Verdunkelung des Stalles, um aufgeschreckte Herden zu beruhigen, sei nicht zwangsläufig notwendig. Federpicken lasse sich auch bei hohen Lichtintensitäten vermeiden. 

Die Stimmung der anwesenden Legehennenhalter war positiv. Landwirt Arno Plöns blickt voller Zuversicht in die Zukunft. Viele Faktoren müssten zwar berücksichtigt werden, wie vielfältiges Beschäftigungmaterial, aber es sei im Bereich des Möglichen. Allerdings wies er darauf hin, dass er und seine Berufskollegen, die sich gut vorbereitet fühlten, neue Stallanlagen mit guter Lüftung hätten. In alten Stallbauten könnte das Klima schlecht sein, was wiederum Stress für die Tiere bedeute. 

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