Der Anteil der Landwirte in Ostdeutschland mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss ist besonders hoch. Bundesweit überwiegt die Ausbildung zum Landwirt. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt stehen mit Anteilen von 51 und 50 Prozent der Landwirte, die ihren Beruf an einer Fachhochschule oder Universität erlernt haben, bundesweit an der Spitze. Auch in Brandenburg liegt der Anteil der Hochschulabsolventen mit 46 Prozent relativ weit oben, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg heute mit.

Im bundesdeutschen Durchschnitt haben nur 10 Prozent der Landwirte einen solchen Hochschulabschluss. Allerdings fassen die Zahlen, die im Rahmen der Landwirtschaftszählung 2010 erhoben wurden, haupt- wie nebenberufliche Landwirte zusammen. Das verzerrt vor allem in den westdeutschen Bundesländern das Bild, da es hier im Vergleich mehr Nebenerwerbsbetriebe mit anderen Berufsabschlüssen gibt. Hinzu kommt, dass sich die übliche Ausbildungsart zum Landwirt vor der Wende zwischen Ost und West unterschied. Die bundesweit häufigste Art der Qualifikation zum Landwirt ist die landwirtschaftliche Berufsausbildung. (sta)
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