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Im vergangenen Jahr ist das reale landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft in der EU-27 um 3,5 Prozent gesunken, nachdem es im Jahr 2007 um 9,3 Prozent gestiegen war. Nach Auswertungen der EU-Statistikbehörde Eurostat haben die Agrareinkommen in acht Mitgliedstaaten zugenommen und gingen in 19 Mitgliedstaaten zurück, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum (AIZ). Die größten Anstiege wurden demnach in Bulgarien (+28,9 Prozent), Rumänien (+28,4 Prozent) und Ungarn (+18,6 Prozent) verzeichnet, die stärksten Rückgänge gab es in Dänemark (-24,7 Prozent), Estland (-23,0 Prozent) und Belgien (-22,6 Prozent).

Der Wert der pflanzlichen Erzeugung zu den Herstellungspreisen 2008 stieg um 2,9 Prozent EU-weit an. Während die Getreidemenge um 22,3 Prozent zugenommen hat, sanken die Preise um 12 Prozent. Die größte Preissteigerung wurde für Ölsaaten mit 11,9 Prozent verzeichnet. Der Wert der tierischen Erzeugung nahm um 5,5 Prozent zu, was vorwiegend auf höhere Preise zurückzuführen ist. Deutlich gestiegen sind auch die Vorleistungen in der Landwirtschaft mit 10,3 Prozent, wobei vor allem für Düngemittel rund 43 Prozent mehr bezahlt werden mussten. Dann folgen laut AIZ Energiekosten mit +12,2 Prozent und Futtermittel mit +9,7 Prozent. (ED)

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