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Die hohen Getreidepreise machen den Einsatz von hochwertigem Saatgut schnell rentabel. Das rechnet Sven Böse, Anbauberater der Saaten-Union GmbH, Isernhagen, anschaulich vor. Wenn der Konsumpreis von Getreide bei 25 €/dt liege, seien die Mehrkosten für Z-Saatgut bereits bei einem Mehrertrag von 0,8 dt/ha gedeckt. Die Verwendung von Hybridsaatgut bei Weizen sei unter solchen Bedingungen bereits bei einem Mehrertrag von 2,8 dt/ha ausgeglichen. Bei einem Getreidepreis von 10 €/dt müsste ein Mehrertrag von 7 dt/ha erzielt werden. „Es war noch nie so sinnvoll wie heute, den Zuchtfortschritt wahrzunehmen“, so Böse. Die Landwirte hätten diese Situation bereits wahrgenommen. Sie hätten geradezu Lust, in neue Soren und gutes Saatgut zu investieren. (brs)
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