Klaus-Dieter Golze von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bemüht sich seit Jahren, Landwirte für die Holzproduktion in Form von Kurzumtriebsplantagen (KUP) zu begeistern – jedoch vergeblich. Die Flächen seien für 20 Jahren gebunden, Pacht- und drainierte Flächen kämen deshalb nicht infrage. Außerdem zerstören laut Golze die Wurzeln das Bewässerungssystem, und die Ernte der 2.500 bis 3.000 € teuren Stecklinge kann erst nach vier Jahren stattfinden. Eine Kurzumtriebsplantage oder auch Schnellwuchsplantage genannt ist eine Anpflanzung schnell wachsender Bäume mit dem Ziel, innerhalb kurzer Umtriebszeiten Holz als nachwachsendem Rohstoff zu produzieren. Geschieht dies ausschließlich für die Energieerzeugung, wird auch von Energieholzplantage oder Energiewald gesprochen.

Plantagen machen wenig Arbeit

Diese Plantagen können sehr extensiv bewirtschaftet werden, machen wenig Arbeit und können 20 Jahre lang alle vier Jahre abgeerntet werden, schreibt das Landvolk Niedersachsen. Deutschlandweit gebe es etwa 5000 ha Schnellwuchsplantagen. Ein Hektar könne bis zu 7000 Liter Heizöl ersetzen.

Nach der Ernte werden die Bäume zerkleinert und getrocknet oder direkt vom Feldhäcksler zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. Diese können dann in entsprechenden Heizsystemen verfeuert werden. Eine andere Nutzung der jungen Stämme sei nicht möglich, da der Durchmesser gering und der Rindenanteil hoch ist, so das Landvolk Niedersachsen. (sp)
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