Landwirte müssen auf Entschädigungen für Stromtrassen warten


Agrarpolitiker von CDU/CSU und FDP wollen Landwirte beim Stromleitungsbau höher entschädigen. Für das Gesetzespaket zur Energiewende kommt das Vorhaben jedoch zu spät. Höhere Entschädigungen für Landwirte und Grundeigentümer auf deren Land Stromtrassen gebaut werden, stellen Agrarpolitiker von CDU/CSU und FDP in Aussicht. Die Agrarpolitiker greifen damit eine Forderung des Deutschen Bauernverbandes zur Energiewende auf. In einem gemeinsamen Antrag zum Netzausbaubeschleunigungsgesetz fordern sie Zusatzzahlungen an Eigentümer, auf deren Grundstücken Freileitungen oder Erdkabel errichtet werden. „Wir wollen eine angemessene Entschädigung erreichen", sagte die FDP-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan heute gegenüber agrarzeitung.de. Bisher erhalten Landbesitzer eine einmalige Entschädigung von 10 bis 20 Prozent des Grundstückswertes. Die FDP stellt sich laut Happach-Kasan statt einer einmaligen Entschädigung eine Pacht vor.

Einen konkreten gesetzesfähigen Vorschlag gibt es jedoch noch nicht. Deshalb hat das Vorhaben auch keine Chance in das Gesetzespaket zur Energiewende aufgenommen zu werden, das an diesem Donnerstag im Bundestag beschlossen werden soll. Auch haben die Agrarpolitiker noch nicht ihre Kollegen aus den anderen Politikbereichen überzeugt. Ein Beschluss über höhere Entschädigungszahlungen ist daher frühestens im Laufe des Jahres 2012 denkbar. (sta)
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