Ackerbau

Landwirte sollten Rapswachstum prüfen

Laut Wetterprognosen bleibt es mindestens bis Mitte November kalt und ungemütlich. Für üppig entwickelte Rapsbestände ist die Wachstumsbremse mehr als willkommen, urteilt Rainer Kahl vom Rapool-Ring in Hannover. Anders dagegen auf den schwach entwickelten Schlägen. Hier werden Landwirte aber voraussichtlich erst im Frühjahr entscheiden, ob sie umbrechen. Egal, wie die Bestände aussehen, empfiehlt Kahl noch eine Bestandsaufnahme für jeden Raps.

Vor allem die Stickstoff-Aufnahme vor Winter sollte dokumentiert werden. Nicht nur für üppige Rapse lohnt sich die Bestimmung der N-Aufnahme im Herbst, so der Rapool-Berater. Gerade bei schwachen Beständen sollte überprüft werden, ob die Pflanzen überhaupt weiter wachsen. Dann kann die Umbruchentscheidung zu Jahresbeginn fundierter getroffen werden.

Zur Schädlingssituation berichtet Kahl, dass der warme September eine sehr hohe Belastung mit Blattläusen gebracht hat. Jetzt geht die Aktivität aber zurück. Rapserdfloh-Druck hat es nach Beobachtung des Rapsexperten regional gegeben, er war im Schnitt aber deutlich schwächer als im Vorjahr. Mittlerweile läuft der Larvenschlupf. Die Blätter sind zu kontrollieren. Wirtschaftliche Schäden sind aber nur zu erwarten, wenn an drei bis fünf von 10 Pflanzen die typischen Fraßspuren zu finden sind. (db)
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