Landwirtschaft 2008 an zweiter Stelle im EU-Budget


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Die Landwirtschaft hat 2008 zum ersten Mal nicht mehr den größten Anteil am EU-Budget. Für EU-Haushaltskommissarin Dalia Grybauskaite ist dies eine gute Nachricht, weil sich nach ihrer Ansicht die Ausgabenschwerpunkte verschieben sollten. Die Kommissarin stellte heute in Brüssel den Haushaltsvorentwurf für das kommende Jahr vor. Danach werden für Wirtschaftshilfen, Forschung und Fortbildung 44,2 Prozent des EU-Budgets ausgegeben. Die Landwirtschaft hat nur noch einen Anteil von 43,6 Prozent am Gesamthaushalt. Die Marktordnungsausgaben sinken im Vorentwurf gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent. Die Mittel für die Direktzahlungen steigen dagegen um 1 Prozent und jene für die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) um 1,6 Prozent. Insgesamt bleiben 2008 die unter der Überschrift „Erhaltung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen“ zusammengefassten Mittel für Landwirtschaft und Umwelt mit 56,3 Mrd. € auf Höhe des Vorjahres. Für Wirtschaftshilfen, Forschung und Fortbildung sollen dagegen 57,2 Mrd. € ausgegeben werden, und damit 4,2 Prozent mehr als 2007. (Mö)
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