Landwirtschaftliche Einkommen steigen in der EU

Europäische Landwirte haben 2011 mehr als im Vorjahr verdient. Eurostat, das statistische Amt der EU, geht von einer Steigerung der Einkommen pro Arbeitskraft von 6,7 Prozent gegenüber 2010 aus. 2010 wies Eurostat ein Wachstum von 12,6 Prozent aus. Vor allem in Rumänien und Ungarn konnten die Landwirte ihre Einkommen in diesem Jahr um über 40 Prozent steigern. Es folgt Irland mit 30 Prozent. Deutschland und Österreich liegen mit 14,7 und 12,2 Prozent Zuwachs im Jahr 2011 noch über dem EU-Durchschnitt. In Belgien und Malta gingen dagegen die Einkommen der Landwirte um über 20 Prozent zurück.

Eurostat weist einen Anstieg der Preise für Getreide und Ölsaaten um über 18 Prozent aus. Die Preise für Milch und Rinder lagen um 9 Prozent über dem Vorjahr, die Preise für Schweine um 4 Prozent. Lediglich Gemüse wurde um 10 Prozent billiger und Eier um 5 Prozent. Die Landwirte mussten 2011 für Futtermittel 17 Prozent mehr als im Vorjahr bezahlen, für Düngemittel knapp 15 Prozent und für Energie rund 12 Prozent. Der europäische Bauernverband (Copa) geht davon aus, dass Eurostat seine vorläufigen Zahlen wegen der zum Jahresende hin fallenden Weizen- und Maispreise noch korrigieren muss. (Mö)    
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