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In Niedersachsen greift in diesem Jahr parallel zur Agrarreform auch die Verwaltungsreform. Damit einhergehend hat die fusionierte Landwirtschaftskammer zum Jahresbeginn unter anderem die Aufgaben und Mitarbeiter der ehemaligen Ämter für Agrarstruktur übernommen. Wenn der niedersächsische Landtag in wenigen Monaten die Novelle des Kammergesetzes verabschiedet, wird der Zusammenschluss der beiden Gremien am 1. Januar 2006 endgültig wirksam. Otto Deppmeyer, Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolkes, betont in diesem Zusammenhang, dass die Kostenfrage gesichert sein müsse: Wenn die Kammer EU-Maßnahmen umsetze, müsse das Land Niedersachsen zu 100 Prozent die Kosten tragen. Bei Landesaufgaben betrage der Anteil der öffentlichen Hand 90 Prozent, bei Pflichtaufgaben seien 27 Prozent fällig. "Wir sind nicht gewillt, die Kammerbeiträge auf absehbare Zeit zu erhöhen", versicherte Deppmeyer. (hol)
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