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Das Vorsorgeprinzip muss beim Verbraucherschutz stärker zur Anwendung kommen. Dies forderte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BML), Matthias Berninger, gestern anlässlich einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Politik müsse vorausschauend sein und bereits aktiv werden, wenn das mögliche Ausmaß bestimmter Gesundheitsgefahren aus wissenschaftlicher Sicht noch unklar ist. An erster Stelle stehe die Verbesserung des Verbraucherschutzes im Lebensmittelsektor. Hierzu müssten dort, wo es nötig ist, Lücken bei den rechtlichen Regelungen geschlossen und Kontrollen verbessert werden.
Neben der unabdingbaren Lebensmittelsicherheit komme es darauf an, mehr Augenmerk auf die Lebensmittelqualität zu legen. Unter Qualität verstehe er dabei auch geschmackliche Vielfalt, gesicherte Herkunft sowie umwelt- und artgerechte Produktion, so Berninger. Um zu vermeiden, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher im Dschungel unzähliger Gütesiegel verirren, seien zwei Qualitätssiegel zur einfachen und umfassenden Information vorgesehen. Voraussetzung sei die Etablierung neuer Qualitätsstandards. (ED)
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