Britische Ingenieurgesellschaft veröffentlicht Studie zur weltweiten Lebensmittelverschwendung.

Die britische Institution of Mechanical Engineers (IMechE) hat in einer Studie herausgefunden, dass fast die Hälfte der produzierten Lebensmittel weltweit weggeworfen wird. Zwischen 30 und 50 Prozent der hergestellten Lebensmittel kommen niemals in den Mägen der Menschen an.

Die Ursachen dafür sind vielfältig. In den Entwicklungsländern sind die Verluste innerhalb der Supply Chain besonders groß. Lebensmittel verderben während oder kurz nach der Ernte, bei der Lagerung oder beim Transport. Dies ist das Ergebnis der Studie „Global Food. Waste Not, Want Not“, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde.

Dies sei besonders dramatisch, da laut Schätzung der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2075 die weltweite Bevölkerung auf 9,5 Milliarden Menschen anwachsen werde, die entsprechend ernährt werden müsse.

Es gehe damit vor allem auch eine unnötige Verschwendung von Land, Wasser und Energieressourcen einher, die für die Produktion, Verarbeitung und Verteilung der Nahrung aufgewendet werden. In den entwickelten, westlichen Ländern werden Lebensmittel häufig aussortiert, weil sie bestimmten äußerlichen Normen nicht entsprechen. Die europäischen Regierungen haben dagegen aber bereits Initiativen gestartet. (hed)
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