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Die Unternehmen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels erwägen, bereits im Vorgriff auf staatliche Maßnahmen BSE-Tests einzuführen, berichtet die Lebensmittelzeitung. In den Zentralen und Fleischwerken des Lebensmittelhandels wächst die Sorge um den Rindfleischabsatz. Dabei werden BSE-Tests als Strategie angesehen, das Vertrauen der Verbraucher angesichts der Ereignisse in Frankreich nicht zu verlieren. Seit Wochenbeginn gebe es bei den Vertriebsunternehmen des BSE-Schnelltests lebhafte Nachfrage von Handelsunternehmen, Fleischereien und staatlichen Untersuchungsämtern. Rolf Heidenberger, Geschäftsführer der Fleischwerke der Edeka Nord, sieht die Einführung von BSE-Tests als "logische Fortführung der Qualitätskriterien, die für das Gutfleisch-Programm der Gruppe gelten". Nach seinen Plänen soll jedes Rind und Kalb, dessen Fleisch über die Theken geht getestet werden. Das sind bei Edeka Nord jährlich rund 60.000 Tiere. Andere Handelsunternehmen ziehen zwar BSE-Tests in Erwägung, setzen vorerst auf die Vermarktung von Fleisch mit der Kennzeichnung DDDD. Doch sind häufig bereits Vorbereitungen in Gange, im Falle eines ersten deutschen BSE-Falles sofort BSE-Tests durchführen zu können. (ED)
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