Zwischen Lebensmittelherstellern und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist die Macht äußerst ungleich verteilt. Die wachsende Konzentration im LEH verschärft diese Situation weiter. Diesen Eindruck vieler Lieferanten des LEH untermauert die jüngste Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft (DIW), Berlin. Die vier größten Unternehmen des LEH - Edeka, Rewe, die Schwarz- sowie die Metro-Gruppe - erzielen mittlerweile mehr als 85 Prozent des Gesamtumsatzes mit Lebensmitteln. Daher können Hersteller und Verarbeiter nicht auf eine Belieferung dieser Unternehmen verzichten und nehmen dafür Abstriche an der Gewinnmarge in Kauf. Bei einer Befragung von Markenartikelherstellern gaben 90 Prozent an, die niedrigsten Margen für ihre umsatzstärksten Produkte im Geschäft mit einem dieser größten Abnehmer zu erzielen. Der Ton der Verhandlungen habe sich verschärft, so das DIW. (brs)
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