Wenn für den Anbau von Leguminosen auf Öko-Ausgleichsflächen Pflanzenschutz und Düngemittel erlaubt sind, wird der Anbau von Leguminosen einen Aufschwung erleben, ist Helmut Gumpert, Präsident des Thüringer Bauernverbands überzeugt.

Ohnehin finde der Leguminosenanbau bereits Unterstützung durch regionale Fruchtfolgediversifizierungsprogramme. „In Thüringen werden Viehhaltende Betriebe grob- und feinkörnige Leguminosen anbauen“, weiß Gumpert. Die Landesregierung habe eine Förderung aufgelegt für 10 Prozent Leguminosenanbau auf der Betriebsfläche: „Die 80 Euro je Hektar lassen sich die Betriebe nicht entgehen“, sagte der Thüringer auf dem Saatguthandelstag, der gestern und heute auf Burg Warberg stattfindet.

Die Anbauregeln für Zwischenfrüchte könnten aber Einiges durcheinanderwerfen, fürchtet die Saatgutbranche. Wenn bereits für diesen Herbst die Aussaat von mindestens zwei Arten als Zwischenfrucht notwendig sei, müsse für den umfangreichen Anbau von Gelbsenf in Baden ein Mischungspartner gefunden werden.

Das Saatgut sei teilweise bereits verpackt, müsste dann neu gemischt werden, fürchten Teilnehmer des Saatguthandelstages. Außerdem komme dann die Mengenplanung bei der Saatguterzeugung für diese Zwischenfrüchte ins Wanken. Die Vermehrung brauche Vorlauf, sind sich die Teilnehmer einig. (brs)
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