Pflanzenschutz

Lehre macht sachkundig


Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Landwirt, Gärtner, Winzer oder im Lohnunternehmen als Fachkraft Agrarservice gilt künftig der Sachkundenachweis im Pflanzenschutz als erbracht. Einige weitere einschlägige Ausbildungsgänge sind in einer Verordnung gelistet, die das Bundeslandwirtschaftsministerium in dieser Woche an den Bundesrat weitergeleitet hat. Sie soll das geltende Pflanzenschutzgesetz in einigen Punkten konkretisieren.

Wie Agra Europe aus Berlin berichtet, fällt jedoch die bisherige pauschale Anerkennung für Absolventen von Agrarstudiengängen weg. Studienabgänger müssen jetzt gesondert nachweisen, dass sie sich die für den Sachkundenachweis geforderten Kenntnisse angeeignet haben. Erforderlich ist ein solches Papier für Absolventen, die nach dem Februar 2012 das Studium abgeschlossen hatten.

Das neue Pflanzenschutzgesetz, das seit Februar 2012 gilt, schreibt außerdem vor, dass der Sachkundenachweis künftig alle drei Jahre aufgefrischt werden muss. Hierfür erarbeiten die Pflanzenschutzbehörden der Bundesländer zurzeit ein Verfahren, das nicht zu viel Bürokratie erfordert. In der Diskussion ist für den Sachkundenachweis eine elektronisch lesbare Chipkarte. (db)
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