Die deutsche Wirtschaft verliert an Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im 2. Quartal 2014 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mit.

Dabei dürfte allerdings auch die extrem milde Witterung mit kräftigen Zuwachsraten zu Jahresbeginn eine Rolle gespielt haben, heißt es in einer Begründung. Den neuesten Berechnungen zufolge hatte die deutsche Wirtschaft im 1. Quartal 2014 um 0,7 Prozent zugelegt, im Schlussquartal 2013 war das BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent gestiegen. 

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) führt das geringere BIP auch auf die geopolitischen Risiken im Osten Europas und im Nahen Osten sowie eine schwächere Entwicklung im Euroraum zurück. Sie hätten vorübergehende
Bremsspuren in der deutschen Wirtschaft hinterlassen. Er rechnet damit, dass die Wachstumsraten in Deutschland im weiteren Verlauf dieses Jahres wieder in den positiven Bereich zurückkehren. Die Risiken aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld haben sich aber
fraglos erhöht. Für die weitere Entwicklung kommt es entscheidend darauf an, den wirtschaftspolitischen Kurs zu halten. (da)
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